Home » Anträge » Artikel: FDP: Alber und ein weiterer Scherbenhaufen bleiben – Abgesagter Abgang ohne Plan und Fakten wird zur Bürgermeister-Posse
19. Juni 2017

Ein hohes Maß an Naivität von Thomas Alber spiegelt sich nach Meinung der FDP in Rosbach und Rodheim in seiner zunächst von ihm selbst folgerichtig angestrebten und inzwischen wieder verworfenen Abwahl als Bürgermeister. In einer von ihm einberufenen Besprechung mit Fraktionsvorsitzenden konnte er auf Anfrage weder zeitliche Vorstellungen für eine Neuwahl nach seinem Rücktritt nennen; noch sei er in der Lage gewesen, die dann auf die Stadt und ihre Bürger zukommenden Mehrbelastungen anzugeben. Einen für ihn jederzeit möglichen Rücktritt schloss er dabei aus finanziellen Gründen für sich aus und einen von Alber erhofften Blanko-Scheck signalisierte ihm keiner der Gesprächsteilnehmer. Einigkeit bestand, auf Grundlage zu liefernder und vom Städte- und Gemeindebund bestätigter Informationen kurzfristig über seinen rechnerisch auch ohne Stimmen von CDU oder Grünen möglichen Abwahlwunsch zu entscheiden. Nicht nur seitens der FDP sei darauf hingewiesen worden, dass ein Bürgermeister, dem nach eigener Einschätzung die notwendige Unterstützung im Stadtparlament und in der Bevölkerung für seine Vorhaben fehlten, keine sinnvolle Perspektive habe.

Statt erforderliche Grundlagen für seine von ihm vorgeschlagene Abwahl vorzulegen, erfolge nun von Alber der Rückzug von seinem Rückzug. Dies, obwohl nach Meinung des Vorsitzenden der FDP-Fraktion Hans-Otto Jacobi die Gründe für seinen vorgesehenen Abgang unverändert bestehen blieben. Bereits in der nächsten Sitzung der Stadtverordneten sei zu erwarten, dass der von ihm befürwortete und von vielen Bürgern massiv abgelehnte Gewerbepark Dickmühle aus guten Gründen keine Mehrheit finde. Auf Antrag der FDP habe sich der Ortsbeirat Rodheim bereits mit großer Mehrheit gegen den Gewerbepark entschieden. Eine breite Schneise von Niederlagen ziehe sich somit für Alber angesichts der Ablehnungen beispielsweise der vorgesehenen Überdachung des Platzes vor der Adolf-Reichwein-Halle, unabgesprochener Maßnahmen für das Einschränken des Parkens oder dem Verkauf des alten Rathauses in Ober-Rosbach. Hauptwidersacher des Bürgermeisters sei dabei stets die Persönlichkeit von Thomas Alber mit seinem Hang zu Selbstüberschätzung und Alleingängen. Auch bei dem überragenden Erfolg der Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren zum Erhalt der Kita Brüder Grimm seien neben dem Thema überraschend häufige grundsätzliche Ablehnungen des Bürgermeisters deutlich geworden.

“Mit seinem seiner Verantwortung nicht gerecht werdenden und vorrangig auf seine Person bezogenen Handeln tut Bürgermeister Alber der Stadt, ihren Bürgerinnen und Bürgern sowie sich selbst keinen Gefallen”, ist Jacobi sicher. Gegeben worden sei von ihm eine erneut lediglich Staub aufwirbelnde und nur noch Kopfschütteln hervorrufende Posse mit den drei Akten “Ich will abgewählt werden, weil ich keine Unterstützungen finde”, gefolgt von “Ich will wirklich abgewählt werden und Schuld daran haben die anderen” sowie “Ich bleibe jetzt doch noch eine Weile, weil ich nicht ungeprüft meinen finanziellen Freibrief erhalte”. Nach dem Verweigern von Zustimmungen auch seitens FWG und Stimme zu Plänen des Bürgermeisters bestehe nun nur noch eine feste Achse zwischen Bürgermeister und SPD, die entsprechend eine Abwahl Albers ablehne und wenig verwunderlich somit das Ausharren des Bürgermeisters auf seinem stark wackelnden Stuhl unterstütze.

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